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	<title>Christina Pautsch &#124; Kommunikation für Überzeugungstäter</title>
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		<title>Schwerpunkte Sidebar</title>
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		<pubDate>Mon, 02 Mar 2009 21:51:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christina</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Sidebar zu den Schwerpunkten
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		<title>Leitfaden: Praxis-Website für Psychotherapeuten</title>
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		<pubDate>Mon, 25 Aug 2008 19:09:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christina</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wo Wachstum und Genesung in einer professionellen Beziehung gedeihen sollen, spielen Vertrauen, Verständnis und die »richtige Wellenlänge« eine ganz besondere Rolle. Auch in der Kommunikation von Gesundheitsleistungen im Internet sind diese Beziehungsfaktoren unverzichtbar. 
Was macht die Präsentation einer psychotherapeutischen Praxis im Internet patientenfreundlich? 
Der Leitfaden Praxis-Website gibt Psychotherapeuten hierauf zehn Antworten, die Sie dabei unterstützen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wo Wachstum und Genesung in einer professionellen Beziehung gedeihen sollen, spielen Vertrauen, Verständnis und die »richtige Wellenlänge« eine ganz besondere Rolle. Auch in der Kommunikation von Gesundheitsleistungen im Internet sind diese Beziehungsfaktoren unverzichtbar. </p>
<p><strong>Was macht die Präsentation einer psychotherapeutischen Praxis im Internet patientenfreundlich? </strong><span id="more-95"></span></p>
<p>Der Leitfaden Praxis-Website gibt Psychotherapeuten hierauf zehn Antworten, die Sie dabei unterstützen sollen, Ihre eigene Selbstdarstellung im Internet möglichst treffend, verständlich und praktisch zu gestalten.</p>
<p><a href='http://www.christina-pautsch.de/wp-content/uploads/2008/08/website-leitfaden.pdf'>Kostenlos herunterladen:<br />»Die Praxis-Website: 10 Tipps für Psychotherapeuten«?</a></p>
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		<title>Wem &#187;gehört&#171; die Depression?</title>
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		<pubDate>Thu, 17 Apr 2008 22:07:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christina</dc:creator>
				<category><![CDATA[ressourcen]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.christina-pautsch.de/2008/04/18/wem-gehort-die-depression/</guid>
		<description><![CDATA[Nach einem langen, nächtlichen Gespräch mit einem befreundeten Psychologen habe ich mich mal etwas eindringlicher gefragt: Wer formt eigentlich unser Wissen über psychische Gesundheit bzw. Krankheit? Ein Patient oder ein Angehöriger, der sich über Krankheiten und Behandlungswege informiert, wird bei seiner Internet-Recherche auf Quellen unterschiedlichster Herkunft stoßen. Doch welche Interessengruppen engagieren sich in der Wissensproduktion [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nach einem langen, nächtlichen Gespräch mit einem befreundeten Psychologen habe ich mich mal etwas eindringlicher gefragt: Wer formt eigentlich unser Wissen über psychische Gesundheit bzw. Krankheit? Ein Patient oder ein Angehöriger, der sich über Krankheiten und Behandlungswege informiert, wird bei seiner Internet-Recherche auf Quellen unterschiedlichster Herkunft stoßen. Doch welche Interessengruppen engagieren sich in der Wissensproduktion zu diesem Thema? Und vor allem: zu welchen Anteilen? Und überhaupt: Welche KONSEQUENZEN hat das?<span id="more-76"></span></p>
<h3>Der Google-Test</h3>
<p>Bei mehr als 43 Millionen Internet-Nutzern in Deutschlad wird wahrscheinlich niemand mehr in Zweifel ziehen, dass das Internet entscheidend zur Wissensformung und Meinungsbildung beiträgt. Wer fragenden Menschen hier Informationen liefert, besetzt ein Wissensfeld und lenkt den Fokus, was als wichtig und richtig gilt. Wer besetzt nun das Wissensfeld der psychischen Gesundheit / Krankheit? Natürlich habe ich dabei vor allem meine Sorgenkinder im Hinterkopf, die Psychologischen Psychotherapeuten. Wieviel tragen sie mit ihrer Perspektive zur Aufklärung in diesem Feld bei?</p>
<p>Um meine bösen Vorahnungen zu überprüfen, habe ich eine kleine Studie durchgeführt. Die sah ganz einfach aus: Ich habe Google zum Begriff „Depression“ befragt und habe mir angesehen, welche Anbieter hinter den ersten 30 bzw. den ersten 100 Suchergebnissen steckten.</p>
<p>Die ersten 30 Suchergebnisse habe ich gesondert gezählt, denn natürlich kommt den Suchergebnissen mit höherer Position mehr Bedeutung zu. Nicht nur weil mehr Leute sie anklicken, sondern v.a. auch deshalb, weil sie nach dem Google&#8217;schen PageRank-Prinzip über gute &#8220;Referenzen&#8221; im Internet verfügen, d.h. von anderen Websites als entsprechend wichtig und qualifiziert beurteilt werden. (Mehr zum PageRank-Verfahren: <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/PageRank" target="_blank">http://de.wikipedia.org/wiki/PageRank</a>)</p>
<p>Dann habe ich die ersten 100 Ergebnisse (das entspricht den ersten 10 Ergebnis-Seiten bei Goooooooooogle) untersucht. Zehn Ergebnis-Seiten &#8211; das ist deutlich mehr als der gemeine Internet-Surfer wahrscheinlich durchklickt oder auch nur überfliegt. Bei 100 Suchergebnissen dürfte man daher einen verlässlichen Eindruck bekommen, wer im Internet die Meinungsführerschaft über ein Thema besitzt.</p>
<h3>Ergebnisse des Google-Tests</h3>
<p>Suchwort: Depression<br />
Filter: Seiten auf Deutsch<br />
Erhebungsdatum: 16. April 2008</p>
<table style="margin-bottom: 10px">
<tr>
<td style="border-bottom: 1px dotted #3b2c1d; padding: 3px"><strong>Informationsanbieter</strong></td>
<td style="border-bottom: 1px dotted #3b2c1d; padding: 3px"><strong>Verteilung auf die Top 100 Suchergebnisse</strong></td>
<td style="border-bottom: 1px dotted #3b2c1d; padding: 3px"><strong>Verteilung auf die Top 30 Suchergebnisse</strong></td>
</tr>
<tr>
<td style="border-bottom: 1px dotted #3b2c1d; padding: 3px">Pharma-Unternehmen</td>
<td style="border-bottom: 1px dotted #3b2c1d; padding: 3px">16%</td>
<td style="border-bottom: 1px dotted #3b2c1d; padding: 3px"><strong>16,7%</strong></td>
</tr>
<tr>
<td style="border-bottom: 1px dotted #3b2c1d; padding: 3px">Gesundheitsportale</td>
<td style="border-bottom: 1px dotted #3b2c1d; padding: 3px">12%</td>
<td style="border-bottom: 1px dotted #3b2c1d; padding: 3px"><strong>16,7%</strong></td>
</tr>
<tr>
<td style="border-bottom: 1px dotted #3b2c1d; padding: 3px">Experten-Initiativen</td>
<td style="border-bottom: 1px dotted #3b2c1d; padding: 3px">9%</td>
<td style="border-bottom: 1px dotted #3b2c1d; padding: 3px">6,7%</td>
</tr>
<tr>
<td style="border-bottom: 1px dotted #3b2c1d; padding: 3px">Anbieter ohne erkennbaren fachlichen Hintergrund</td>
<td style="border-bottom: 1px dotted #3b2c1d; padding: 3px">8%</td>
<td style="border-bottom: 1px dotted #3b2c1d; padding: 3px"><strong>16,7%</strong></td>
</tr>
<tr>
<td style="border-bottom: 1px dotted #3b2c1d; padding: 3px">Berufsverbände (ärztlich und psychologisch)</td>
<td style="border-bottom: 1px dotted #3b2c1d; padding: 3px">7%</td>
<td style="border-bottom: 1px dotted #3b2c1d; padding: 3px">3,3%</td>
</tr>
<tr>
<td style="border-bottom: 1px dotted #3b2c1d; padding: 3px">Sonstige</td>
<td style="border-bottom: 1px dotted #3b2c1d; padding: 3px">7%</td>
<td style="border-bottom: 1px dotted #3b2c1d; padding: 3px">&#8211;</td>
</tr>
<tr>
<td style="border-bottom: 1px dotted #3b2c1d; padding: 3px">Patienten, Betroffene und Selbsthilfe-Initiativen</td>
<td style="border-bottom: 1px dotted #3b2c1d; padding: 3px">6%</td>
<td style="border-bottom: 1px dotted #3b2c1d; padding: 3px">10%</td>
</tr>
<tr>
<td style="border-bottom: 1px dotted #3b2c1d; padding: 3px">Ärzte (sämtlicher Fachrichtungen)</td>
<td style="border-bottom: 1px dotted #3b2c1d; padding: 3px">5%</td>
<td style="border-bottom: 1px dotted #3b2c1d; padding: 3px">6,7%</td>
</tr>
<tr>
<td style="border-bottom: 1px dotted #3b2c1d; padding: 3px">Bücher und Verlage</td>
<td style="border-bottom: 1px dotted #3b2c1d; padding: 3px">5%</td>
<td style="border-bottom: 1px dotted #3b2c1d; padding: 3px">6,7%</td>
</tr>
<tr>
<td style="border-bottom: 1px dotted #3b2c1d; padding: 3px">Kliniken</td>
<td style="border-bottom: 1px dotted #3b2c1d; padding: 3px">4%</td>
<td style="border-bottom: 1px dotted #3b2c1d; padding: 3px">3,3%</td>
</tr>
<tr>
<td style="border-bottom: 1px dotted #3b2c1d; padding: 3px">Psychotherapeuten (psychologisch)</td>
<td style="border-bottom: 1px dotted #3b2c1d; padding: 3px">2%</td>
<td style="border-bottom: 1px dotted #3b2c1d; padding: 3px">&#8211;</td>
</tr>
<tr>
<td style="border-bottom: 1px dotted #3b2c1d; padding: 3px">Krankenversicherungen</td>
<td style="border-bottom: 1px dotted #3b2c1d; padding: 3px">2%</td>
<td style="border-bottom: 1px dotted #3b2c1d; padding: 3px">3,3%</td>
</tr>
</table>
<p>(Gezählt wurden die Internet-Angebote so, wie sie bei Google erschienen. Darunter waren durchaus auch mehrere Seiten von einer Webite, also von demselben Anbieter.)</p>
<h3>And the winner is&#8230;</h3>
<p>Berücksicht man sowohl die Häufigkeit als auch den PageRank, haben wir drei klare Gewinner. Unter den Top 30 Suchergebnissen verteilt sich die Hälfte der Hits gleichmäßig auf:</p>
<p><strong>Pharma-Unternehmen</strong></p>
<p>Wohl jedes Pharma-Unternehmen, dass irgendein Psychopharmakum im Angebot hat, glänzt mit mindestens einer Aufklärungsseite über Depression. Auch versteckt sich die Pharma-Industrie hier und da als Herausgeber hinter anderen Gesundheitswebsites, sodass man sie manchmal erst auf den zweiten Blick erkennt. Inwiefern sich die Inhalte der Pharma-Websites von den Website-Inhalten anderer Anbieter unterscheiden, wäre eine weitere Untersuchung wert. Eines konnten meine flüchtigen Blicke allerdings schon einfangen: Die Ergänzung einer medikamentösen Behandlung durch Psychotherapie spielte auf mindestens einer der Pharma-Seiten gar keine Rolle.</p>
<p><strong>Laien-Aufklärer</strong></p>
<p>Es gibt relativ viele Seiten mit einer üppigen Informationsfülle zum Thema Depression, hinter denen kein medizinisch oder psychotherapeutisch geschulter Experte erkennbar ist. Vielfach schien es sich um ambitionierte Informationssammlungen von Privatpersonen (evtl. Betroffenen) zu handeln. Auffällig war, dass diese Seiten im Schnitt über einen guten PageRank verfügten. Da die Betreiber dieser Informationsseiten wahrscheinlich weniger in ihre Suchmaschinen-Optimierung investieren als ein Pharma-Konzern, muss diesen Liebhaber-Seiten doch eine beachtliche Relevanz (respektive Verlinkung im Netz) bescheinigt werden.</p>
<p>Unter den Top 30 waren die Angebote ohne erkennbaren fachlichen Hintergrund gleich auf mit den anderen beiden Gewinnern. Zählt man die Patienten- und Selbsthilfe-Seiten hinzu, kommt die Laien-Aufklärung auf 26,7% und rangiert damit quantitativ an der Spitze der Top 30.</p>
<p><strong>Gesundheitsportale</strong></p>
<p>Neben den Platzhirschen der Gesundheitsinformation wie <a href="http://www.netdoktor.de" target="_blank">netdoktor.de</a> sind im vergangenen Jahr unzählige weitere Medizin-Portale aus dem Boden geschossen &#8211; die <a href="http://www.christina-pautsch.de/2008/04/15/patientenportale-offentliche-pranger-oder-lob-fur-leistung/">Bewertungsportale für Mediziner</a> sind da noch nicht einmal mitgezählt. Mein Eindruck von vielen Portalen war tendenziell sehr positiv. Einige wirklich schöne Konzepte waren dabei, deren Entwicklung noch interessant werden könnte. Auch hier würde sich eine qualitative Untersuchung durchaus lohnen.</p>
<p>Natürlich gab es auch einige Portale, deren Seriosität mir höchst fragwürdig erschien. Es kommt im Internet ja nicht selten vor, dass Internetportale primär als Werbeflächen eingerichtet werden. Der redaktionelle Gehalt bleibt dann gern mal auf der Strecke, was bei gesundheitsbezogenen Informationen natürlich fatale Folgen haben kann. Auch die verdeckte Aktivität von Pharma-Unternehmen muss per se unterstellt und überprüft werden. Alle von mir gezählten Gesundheitsportale werden, soweit es im Impressum erkennbar war, nicht von Pharma-Unternehmen gesponsert.</p>
<p>Da ich auf den Seiten der Gesundheitsportale (aufgrund der standardmäßigen Pharma-Fahndung) im Schnitt länger war als auf anderen Seiten, habe ich nebenbei eine weitere Auffälligkeit beobachtet. Betreiber dieser privatwirtschaftlichen Portale waren sehr häufig Ärzte (laut Impressum) und auch die Artikel über Depression waren, so sie namentlich gekennzeichnet waren, i.d.R. von Ärzten verfasst.</p>
<h3>Psychotherapeuten glänzen mit Abwesenheit</h3>
<p>Tja, und die Psychos? Die Psychologischen Psychotherapeuten haben es tatsächlich geschafft, meine ohnehin schon schlimmen Befürchtungen noch zu untertreffen. Diese Gruppe von Gesundheitsdienstleistern kam so erschreckend selten in den Suchergebnissen als Informationsanbieter vor, dass ich die Häufigkeit ihres Erscheinenens problemlos im Kopf mitzählen konnte.</p>
<p>Insgesamt gingen nur vier Internet-Angebote unter 100 Suchergebnissen auf Psychologen zurück. Ein einziger von ihnen war Psychologischer Psychotherapeut im Sinne des deutschen Gesetzes. Ansonsten setzten sich die glorreichen Vier folgendermaßen zusammen:</p>
<p>- ein Psychologischer Psychotherapeut<br />
- der Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen (BDP)<br />
- ein Psychologe mit Heilpraktiker-Zulassung für Psychotherapie<br />
- ein Psychologischer Psychotherapeut aus Österreich</p>
<h3>Gedanken zum Ergebnis</h3>
<p>Man kann dieses Ergebnis in vielerlei Hinsicht lesen. Man könnte sich zum Beispiel darüber wundern, dass die Pharma-Industrie Informationsseiten für verschreibungspflichtige Medikamente anbietet. Es wird wohl kaum ein Patient zum Arzt gehen und sagen: „Ich möchte lieber das Präparat von Merz, die haben so eine schöne Website.“ Die Strategie der Pharma-Unternehmen scheint hier doch deutlich komplexer zu sein. Wenn mich mein gesunder Menschenverstand nicht völlig im Stich lässt, dann geht es hier in ganz klar um die öffentliche Besetzung von Kompetenz-Feldern (auch außerhab der Wissenschaft) und damit um die Informationshoheit in den Köpfen der Bevölkerung.</p>
<p>Man könnte sich auch fragen, ob die Gruppen von Gesundheitsversorgern bei Google in denselben Anteilen erscheinen wie sie anteilig an der Behandlung von Depressionen beteiligt sind. Das ist zwar aus wissenschaftlicher Sicht eine Milchmädchen-Rechnung, aber durchaus ein interessantes Gedankenspiel: 16 Pharma-Unternehmen kommen da auf vier Kliniken, fünf niedergelassene Ärzte und einen Psychologischen Psychotherapeuten. Das wäre wohl ein klarer Fall von Überdosis.</p>
<p>Man könnte außerdem spekulieren, was es für unser Gesundheitswissen bedeutet, wenn ambitionierte Laien mit großem Erfolg über Krankheiten und Behandlungsformen aufklären. Doch ich denke, ich habe hier genug gedeutet.</p>
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